這裡聽不見狗吠聲或命運的腳步聲。 歷史老師鬆開衣領對著作業簿打呵欠/辛波絲卡。

2008-01-24

總要更確定。(可略過的一篇。)



儘管正在寫論文的研究生絕對不會這樣說,然,(等妳們終於寫完)多年以後的某天回想起來,總會明白:寫論文才是人生最確定的一段時光之一。就像是當年準備要考大學聯考,是的,我們不知道結果,對未來充滿不安,可是眼前就只有這麼一件待辦事項,以此為名,天塌下來會有人頂著。

當然,這些話聽起來肯定是風涼話。

寫論文時那種起先抱著決心非完成不可,可偏偏沒有靈感,天天定時打開電腦翻開書本,擺著,滑鼠一頁一頁點,天亮又黃昏,終於動筆之後寫的卻是風馬不相干的部落格文章,直到期限將至,不得不大徹大悟,下筆總算有神。這過程,不足為外人道。

對我來說,熬夜寫論文,已經是2006上半年的事情了,距今不算很久,好像又很久。看著一本又一本的專論,企圖從字裡行間啟發/挑戰/推翻/建立自己的一套歷史說辭,變成鉛字,寫成人生第一或者唯一一本書。這樣的景況在後來在Freiburg美麗又閒散時光裡,成了鮮明的對照。

只是日子久了,當初那樣目標明確的篤定,也被Freiburg總是輕輕拂過的微風吹淡了。

後來我越來越不篤定,離寫論文的日子越遠,越茫茫然。德語很難,可畢竟是一門語言,到底要學到什麼程度才算足夠呢?比起有曲有直有因有果的論文寫作,德語學習虛浮許多。

又或者,是因為倘若老覺得自己的未來像是氫氣球般總躍躍往雲深不知處飄去,連帶著整個生活都會跟著起伏不定吧。

善變如我,還是需要一個確定。像是碩士論文,無論如何,擺在前方,向前伸手就可以搆的到。

上個星期週末為了博士班申請,我坐在被散亂的書本和論文埋著的書桌前,一連拒絕五個約會,包括好朋友的生日趴踢,昏天地暗的完成人生第一篇用德文寫成的論文計畫。還記得星期一下午把最後的定稿寄給助教修改後,我站起身,背椎傳來一陣刺痛,忽然間,一種確確實實活著感覺隨著疼痛感蔓延全身直到指尖。

是呀,我感覺到很累很累,連著幾天只睡兩個小時,對這樣的年紀已經不堪負荷。可我也同時擁有無比的實在感,這一年多來的不確定終於有了著落。剛剛交出去的題目幾乎就是未來五年內,我全部的生活,以後我還得像這樣熬很多夜、放棄很多週末狂歡、甚至付出脊椎側更彎的代價。

但這應該會是生命中另一段較為確定的時光。



至於最後的題目又確定了一點。對照起去年夏天,我把題目縮到專注於立憲派在辛亥革命之後的發展,也許兼論為什麼立憲派在1911年之後的做為會被台灣和大陸的史學界邊緣化之類的。

不過一般來說,論文題目通常不到最後關頭是不會有什麼固定結果的。

這篇論文計畫的些許內容是夏天時我用中文寫完之後,請剛剛得到什麼愛台灣如果我是總統之類的演講比賽第一名的阿德幫我翻譯的,不過被教授刪到剩下幾個小小段落,害得我只好很賣力的用德文寫一次,然後助教再幫我整個修訂,本來一共十頁,被他長話精簡說之後剩下六頁不到。只能說德文還真是深澳呀。

只是現在看來,我覺得這論文很陌生。沒有用中文打草稿的壞處是,當初查字典半天寫的字現在還是不認得。有時間再翻成中文好了。

現在我只想要睡覺哪。



Arbeitsplan des Promotionsvorhabens „Die Reformisten von 1911 bis 1927 und die Gründe für deren Marginalisierung im akademischen Diskurs in Taiwan und der VR China“

I. Zusammenfassung

Das Dissertationsprojekt befasst sich mit der Frage, welchen Einfluss die so genannten „Reformisten“ (bzw. das „Verfassungslager“) nach 1911 noch ausübten, wobei insbesondere der Frage nachgegangen wird, welche Bedeutung ihnen im fragmentierten China der Warlord-Periode zukam. Ziel ist es, die zu beobachtende Marginalisierung der Tätigkeit und des Einflusses der Reformisten nach 1911 im akademischen Diskurs Taiwan und der VR China kritisch zu hinterfragen und zu einer Neubewertung der längerfristigen Bedeutung der Reformisten für das moderne China zu gelangen.


II. Forschungsthema

Seit der Mitte der Regierungszeit des Qing-Kaisers Qianlong ging die Staatsmacht der Mandschus, die die traditionelle „himmlische Dynastie“ stellten, ihrem Untergang entgegen. Von außen gab es enorme Restriktionen der durch die andauernden Kriegsniederlagen entstandenen „ungleichen Verträge“. Dies führte dazu, dass sowohl die Souveränität als auch die Wirtschaft starken Schaden erlitten. Gleichzeitig kam es im Inneren häufig zu Aufständen, so zum Beispiel dem Aufstand des „Himmlischen Reiches des ewigen Friedens“ (1851-1864), den Aufstand der Nian-Armee (1852-1868) oder muslimische Aufstände. Insbesondere nach der Niederlage im Chinesisch-Japanischen Krieg (1894-1895) gab es unter den Intellektuellen ebenso wie in Teilen des Qing-Hofes zahlreiche Bestrebungen das Land mittels einer „Selbststärkungsbewegung“ in technologischer Hinsicht zu reformieren ebenso wie weitergehende Reformansätze, die ein „neues Gedankensystem“ und grundlegende Reformen zur Neugestaltung des Landes zum Ziel hatten (Li Xizhu, 2003).

In der Literatur werden diese reformorientierten Kräfte in aller Regel in zwei Lager gefasst: die Reformisten und die Revolutionäre. Die Reformisten, die ich treffender als das „Verfassungslager“ bezeichnen möchte, da sie eine konstitutionelle Monarchie anstrebten, scharten sich hauptsächlich um Kang Youwei und Liang Qichao. Dieses Lager setzte sich vornehmlich aus Beamten zusammen, die eine Verfassung und gesetzliche Reformbestrebungen forderten. Dieses Lager suchte nach einer systeminternen Reform und befürwortete politische Reformen sowie eine konstitutionelle Monarchie. Das andere Lager – mit Sun Yat-sen als bekanntestem Repräsentanten – war eine revolutionäre Vereinigung, die sich u.a. aus Überseestudenten zusammensetzte. Dieses Lager forderte eine radikale Revolution und lehnte die Möglichkeit einer konstitutionellen Monarchie und die Fortführung der Mandschu-Herrschaft strikt ab (Zhang Pengyuan, 1969).

Zwischen dem „Verfassungs“- und dem „Revolutionslager“ gab es am Ende der Qing-Zeit auf den verschiedensten Ebenen breite Kontroversen, z.B. in punkto Vor- und Nachteile sowie Kosten der Revolution, in punkto Befreiung Chinas von der Mandschu-Herrschaft, in punkto Vorstellungen von den Rechten des Volkes und in punkto des Weges zur Lösung sozialer und wirtschaftlicher Probleme (Li Jiannong, 1998). Zum ersten Mal in der chinesischen Geschichte gab es damit zwei kontrahierende Lager, die umfassend die Erneuerung des Staatswesens sowie des wirtschaftlichen Systems betreffende Entwicklungswege anboten.

Die Marginalisierung des Verfassungslagers nach 1911 scheint verschiedenen Faktoren geschuldet zu sein: Zunächst besaß das Verfassungslager anders als die Revolutionäre keine wirkliche Organisation. Die Intellektuellen, die eine konstitutionelle Monarchie befürworteten, hatten unterschiedliche Meinungen über den Grad der Reformen und sie bedienten sich verschiedener Zeitungen, um ihre Ansichten nach außen darzustellen, Die Gründung der beratenden Versammlung (諮議局) im Jahre 1909 führte zu einer Stärkung des Verlassungslagers, da viele Mitglieder dieser Versammlung aus den Reihen des Verlassungslagers kamen und dort nun ein Forum hatten, um über die anstehenden Reformen zu diskutieren. Somit waren am Ende der Qing-Dynastie die Macht und der Einfluss des „Verfassungslagers“ und des „Revolutionslagers“ etwa vergleichbar. Da das Verfassungslager aber nach einer systeminternen Reform suchte und die Ordnung der Qing-Dynastie sicherstellen wollte, war es nach den Sieg der Xinhai-Revolution und dem Sturz der Qing besiegt und an den anschließenden offiziellen Diskussionen über die Verfassung der Republik nicht beteiligt (Zhang Pengyuan, 1969).

Aus dieser Zeit resultieren aber bereits mehrere Biographien und Darstellungen des Revolutionslagers bzw. seiner Repräsentanten, da diese als Wegbereiter der erfolgreichen Gründung der chinesischen Republik gelten. Nach einer ersten Sichtung des akademischen Diskurses bzw. der Darstellung des Verfassungslagers in populären historischen Werken und in Schulbüchern sowohl in Taiwan als auch in der Volksrepublik China lässt sich feststellen, dass einerseits die positive historische Bewertung des „Revolutionslagers“ mit Sun Yat-sen überwiegt und dass andererseits der Einfluss des „Verfassungslagers“ auf das moderne China in offiziellen Geschichtsbüchern kaum oder gar nicht thematisiert wird (Zhang Pengyuan, 1993). In den akademischen Kreisen der Volksrepublik China wurde das „Verfassungslager“ beispielsweise über lange Zeit als der „kapitalistischen Gesellschaftsklasse“ zugehörig und als Verfechter „verstaubter Bürokratie“ sowie des „Feudalismus“ betrachtet (Chen Wenying, 2003). Obwohl es in jüngster Zeit viele Forschungsarbeiten gibt, die eine Rehabilitierung des „Verfassungslager“ postulieren, missinterpretierten sie letzten Endes die Anliegen des „Verfassungslagers“ immer noch als zugehörig zur „kapitalistischen und konservativen Gesellschaftsklasse“ (Yan Ping, 1997).

Was die historische Forschung in Taiwan anbelangt, so gibt es zwar zahlreiche Forschungsarbeiten über das „Verfassungslager“. Da aber in der Vergangenheit einzig und allein Sun Yat-sen als „Landesvater“ glorifiziert und verehrt wurde, endete die Forschung meist mit den Aktivitäten des „Verfassungslagers“ gegen Ende der Qing-Dynastie oder setzte den Schwerpunkt auf die akademischen Leistungen von Liang Qichao und versäumte, einen Bezug zum „Verfassungslager“ herzustellen (Zhang Pengyuan, 1969).


III. Arbeitsplan

Die Darstellung des akademischen Diskurses über die Rolle des „Verfassungslagers“ in Taiwan und der VR China stellt den ersten Teil meiner Arbeit dar. Der Hauptteil befasst sich anhand von Schriften (Zeitungen, Zeitschriften, Tagebücher, Briefkorrespondenz) mit den Tätigkeiten dieses „Verfassungslagers“ von 1911 bis 1927, wobei exemplarisch zu klären ist, ob es in bestimmten Provinzen während der Warlord-Periode überhaupt noch größere Bedeutung besaß.

Insbesondere werde ich mich hier auf die Zeitungen und Diskussionen im Norden Chinas, welches von der Beiyang-Regierung kontrolliert wurde, stützen. Obwohl diese Regierung ja die damals international anerkannte Regierung war, wurde sie nachträglich wegen des späteren Sieges der KMT sowohl im VR- als auch im Taiwan-Diskurs kaum beachtet. Für die Analyse der Organisation des „Verfassungslagers“ werden Texte einbezogen, die von dem nach 1911 fragmentierten „Verfassungslagers“ verfasst wurden; hierzu gehören bsp. die größeren Gruppen, wie die Zhengwenshe (政聞社), die Yixunju lianhehui (諮議局聯合會) und die Jiangxipai (江浙派), die später in der Fortschrittspartei (進步黨) zusammenkamen. Insgesamt lässt sich feststellen, dass ca. 170 Parlamentarier aus der ersten Versammlung auch wieder in das erste Parlament der Republik gelangten (34.27%), so dass viele Repräsentanten des Verfassungslagers aus der Qing-Zeit nach 1911 wieder Parlamentarier wurden.

Am Beispiel einiger repräsentativer Intellektueller aus dem Verfassungslager – welche noch im Laufe der Arbeit zu bestimmen sind – (einige mit traditionellem chinesischem Erziehungshintergrund, andere mit westlichem Bildungshintergrund), und ihrem Wirken möchte ich dann detailliert untersuchen, wie sie mit den drastischen Veränderungen der Zeit umgingen und klären, wie sich diese Personen nach der Xinhai-Revolution zur Frage Republikanismus vs. konstitutionellen Monarchie äußerten. Dies könnten beispielsweise Persönlichkeiten der „Fortschrittspartei“ und der „Forschungsclique“ (研究系) in den Anfangsjahren der Republik China sein. Einige dieser Personen arbeiteten nicht nur im Parlament, sondern wurden auch Kabinettsmitglieder in der neuen Regierung und veröffentlichten ihre politischen Ansicht in den zahlreichen Zeitungen auf nationaler und regionaler Ebene.


2007.01.24,一想到以後都要用這種文字寫論文,就覺得毛骨悚然。

2 則留言:

匿名 提到...

我有看到一個德國人得獎的消息,那時還有個念頭想,不會這麼巧是那個幫你翻譯的吧..

沒想到還真的咧@@

(這個留言板全變成德文,我還真不知道能不能留成功)

hrylin 提到...

一看到那內容都頭皮發麻了,
好像英文一樣卻完全不同..字母我明明認識的呀~:P

加油,熬夜寫論文真的累呀~